Was existierte wirklich im 7. Jahrhundert?

Es gab wirklich einen Umar, nicht den islamischen. Denn dieser Umar ist ein jüdischer König, der in Hira (bei Mekka) lebt und zurück nach Jerusalem ziehen möchte. Die Byzantiner hatten das Sassanidenreich bezwungen. Doch die Byzantiner sind mit der Reichsgröße überfordert und ziehen sich zurück. Es entsteht ein Machtvakuum. In das dringt der jüdische Umar ein und erobert Jerusalem in 638 n.Chr. Er befreundet sich mit einem Gabriel, einem christlichen Priester. Der gibt ihm eine in aramäischer Sprache aufgesetzte Evangeliums-Harmonie (Zusammenstellung aller 4 Evangelien in einer einzigen Geschichte) zum Lesen. Er liest sie und ist begeistert. 644 n.Chr. wird er Christ. Im Jahr 647 n.Chr. lässt er Münzen von sich drucken, auf der er ein Kreuz hochhält. Er ist also kein Jude mehr, sondern Christ. Auf der Münze führt als erster das Wort Muhammed ein. Das ist die erste Erwähnung in irgendeinem Text. Im gleichen Jahr verstirbt er. Muhammed steht für den Gepriesenen. Wer ist das? Vermutlich handelt es sich beim Gepriesenen um Jesus Christus selbst. Er ist ja Christ.

 

Wie ist also der Koran entstanden?

Diese aramäische Evangeliums-Harmonie war der Ausgangspunkt und daran hinzugefügt und weggenommen. Das war gut möglich, weil zwischen dem 7. und 8. Jh. die Vokale und diakritischen Zeichen hinzugefügt wurden, die die Wortbedeutung total verändern konnten. Im 8. Jh. kamen die Punkte dazu und die Koran-Editoren transferierten die aramäische Ausgangsversion ins Arabische. Aramäisch war ja der Text der christlichen Liturgie im Gottesdienst, der Text der Gebildeten. Sie wollten diesen Text der Elite auf die Ebene von normalen arabischen Bürgern herabtransferieren, damit sie ihn verstehen konnten. Sie versuchten den aramäischen Text zu lesen, aber es ist kaum möglich ohne diakritische Zeichen und Vokale. Deshalb mussten sie diese beiden Eigenschaften im arabischen Text hinzufügen, die vorher im Aramäischen nicht vorhanden waren. Ja, es gab schon einige diakritischen Zeichen und Vokale im Arabischen in Kairo, Ägypten, aber noch nicht in Bagdad.

 

Wenn wir wieder den Schritt zurückgehen und den Koran ohne diakritische Zeichen und Vokale lesen, wie es Günther Lüling in seinem Buch im Jahr 1970 machte, dann kommen wir auf den Proto-Koran. Dann fällt sofort auf, dass die Texte vom Aramäischen kommen und Sinn machen. Es sind alles aramäische Hymnen, christliche Lieder, Reime, Predigten. Die ganzen Reime sind christliche Lieder, die Jesus Christus rühmen. Weil Günther Lülling das machte, wurde er aus der akademischen Welt verbannt.

 

Christoph Luxemburg ging einen Schritt weiter mit seinem Buch: Die syrisch-aramäische Lesart des Korans. Er analysierte die dunklen, unklaren Koranstellen ohne die Punkte und Vokale im Arabischen.  Wir nennen dies klassische Textkritik. Luxemburg konnte damit 27% der Koranstellen erklären, die „dunkel“ genannt werden. Alles wurde möglich, indem er aramäische Wörterbücher verwendete und die 7 aramäische diakritische Zeichen und Vokale hinzufügte.

 

Dann kam der Franzose Guillaume Dye und sah sich diese mysteriösen Buchstaben im Koran an, die bisher unerklärlich waren. Er fand heraus, dass sie gar nicht mysteriös sind, sondern verschiedene aramäische Musikschlüssel-Anweisungen darstellen.  Er analysierte auch Sure 23 und Sure 70. Wenn wir aus Sure 23 die ersten 11 Verse betrachten, haben wir die ersten 5 Verse, die die Pflichten eines Christen aufzählen und am Ende folgt ein Aufruf zur Keuschheit. Doch dann plötzlich erscheint ein grober und unpassender Vers: man darf so viele Frauen und Konkubinen haben, wie man möchte. Plötzlich kann man also so viele Frauen und Sexsklaven haben, wie man möchte? Das hat doch gar nichts mit Keuschheit zu tun! Das ist das umgekehrte von Keuschheit. Vers 8-11 sprechen dann über die Belohnung für diejenigen, die die Pflichten einhalten.

Was also ursprünglich ein Lied war, über die Aufgaben eines Christen und seine Belohnung im Himmel, wurde durch die arabische Erklärung in der Mitte ruiniert.

Genau dasselbe gibt es in Sure 70,25-35. Auch hier in der Mitte der ethisch ruinöse Zusatz in Arabisch.

 

Der Proto-Koran wurde also durch Hinzufügungen, Löschungen, Verstümmelungen zu dem, was er heute ist. 

 

Gabriel Sawma publizierte sein Buch The Qur’an Misinterpreted, Mistranslated and Misread – The Aramaic Language of the Qur’an im Jahr 2006. Er kann fließend Aramäisch und Arabisch. Er schrieb darin schon lange zuvor, dass es sich beim Koran um einen verstümmelten aramäischen christlichen Text handelt.

 

Wenn wir den heutigen Koran nehmen und durch ein Sieb sieben, also die diakritischen Zeichen und Vokale wegnehmen und den Text für sich in aramäisch sprechen lassen, dann kommt unten was heraus? Bibeltexte! Wenn wir den koranischen Isa nehmen und durch das Sieb geben, kommt der biblische Yesua heraus. Aus dem Begriff Allah wird durch das Sieb der biblische Jahwe.

 

Jetzt versteht man, warum der Koran so oft behauptet, er sein ein arabisches Buch für die arabischen Völker. In Bezug auf welche andere Sprache? – Aramäisch!